»Poetry is the rhythmical creation of beauty in words.«  Edgar Allan Poe  

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  • Fabia Mortis

Fremd




Manchmal packt Dich ein Moment

Du bist einsam, fühlst Dich fremd

Fremd von Dir, fremd von allem

Wie Blätter, die im Herbstwind fallen.


Sekunden fließen - zäh und schweigend

Du lässt Dich mit den Blättern treiben

Fremd im Wesen, fern vom Leben

Als würdest Du im Nebel schweben.


Dein Herz schlägt ruhlos, ohne Rast

Fremd, als wär es nur zu Gast

Die Welt schmeckt elend, grell und laut

Nach altem, faulem Laub.


Irgendwann schlägst Du auf Grund

All die Freude ist verstummt

Und das Fallen geht noch weiter

Du bist Dir fremd, nichts ist heiter.

© Fabia Mortis

26.05.22






Illustration: Pixabay