»Poetry is the rhythmical creation of beauty in words.«  Edgar Allan Poe  

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  • Fabia Mortis

Frängische Mundord


Der Fränkische Rechen mit dem Wappen des Regierungsbezirkes Mittelfranken

(Quelle: Wikipedia)




Su mancher dud si fast scheniern in seiner Sproch zu redn, ich blauder frängisch ohne ziern, und bin dabei zufrieden.


Denn wer sei Mundord gud gebrauchd, ringsum in deidschn Landn, und ned blouß durch die Nosn hauchd, werd iberall verstandn.


A Ei, des is a Gaggerla, a Kind, des is a Waggerla, a gräißers Kind is scho a Stambers, a bäiser Bou, des is a Grambers. a ganz groußer is a Stöößl. Der Sau ihr Maul hasd ba uns Rüssl.


Für Pickel song mir Blädderla, und hod a Fraa a Hobbala, dann hasds, däi gräichd a Bobberla. Bam Grichd, dou gräichsd a Bläbberla, a Gaas, des is a Häbberla, a Kalb, des is a Moggerla, a Puppm is a Doggerla.


Wer si ned schneizt, is immer rotzi, und fir Spucke song mir Spotzi. A alder Huuf, a alder Woong, des is ba uns a Graffl und wou die Breisn Schnauze song, dou song mir ganz schlicht Waffl.


Die Madla hom zu ihrer Drachd a rechd schäins seidigs Scherzala und hod a Kind sei Gschäftla gmachd, dann sachts ganz einfach edzalla.


Gell, liebe Leid, etz merkd ihrs a und wenn mers rechd bedrachd, su schäi kann unser Mundord sei, des hod eich bloß nu kaner gsachd!


Von einem unbekannten Verfasser