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  • Fabia Mortis

Fei - Die fränkische Allzweckwaffe


Jede Fränkin und jeder Franke kennt und verwendet es ebenso häufig wie überaus gerne. Das ultimative fränkische Würzwort:

Fei


Kurz, jedoch äußerst prägnant ist es bis über die Grenzen des gelobten Frankenlandes hinaus bekannt und wird – man höre und staune! – u.a. sogar in der Oberpfalz verwendet.


Das wunderschöne „fei“ ist ein echtes Allroundtalent und vielseitig anwendbar. Es kann in der Bedeutung je nach Anlass variieren und dient der Verdeutlichung oder Betonung von Sachverhalten. Mitunter übermittelt es allerdings auch eine Warnung oder Drohung. In seinem Wortsinn könnte man es mit einem „aber“, „doch“, „wirklich“, „übrigens“ oder „wohl“ gleich setzen.


Nachfolgend seien einige alltagstaugliche Praxisbeispiele genannt:


Des war fei schee.


Ich hab‘ fei Hunger.


Des tut fei weh.


Des derf ma fei ned.


Des is fei a bleede Sulln.


Des sach' ich fei dem Vadder.


Die Ursprünge dieses fränkischen Wortschatzes wurzeln im lateinischen „finis“ (Ende). Vermutlich kam es im 12. Jahrhundert aus Frankreich als „fin“ nach Süddeutschland. In seiner damaligen Bedeutung stand es als “schlussendlich“ oder „bis hierhin und nicht weiter“.


Ich für meinen Teil möchte „fei“ fei wergli ned missen!


In diesem Sinne:


Ade!

(= fränkische Verabschiedung)



Fabia Mortis

07.07.22





Quelle: infranken.de