»Poetry is the rhythmical creation of beauty in words.«  Edgar Allan Poe  

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  • Fabia Mortis

Der Esel




Ach, wie lieb‘ ich die langen Ohren

Und den grauen Zottelpelz

Mein Herz ging mir verloren

An Deinen Augenschmelz.


Den Tritt auf staksigen Hufen -

Du setzt ihn wohlgeübt

Ein „Iah“ ertönt als Rufen

Wenn das Alleinsein Dich betrübt.


Du bist klug - nicht stur von Gebaren

Bleibst manchmal am Wege steh’n

Denn Du weißt um die Gefahren

Auf unwegsamen Höh‘n.


Treu und beherzt im Wesen

Betörst Du mich pfeilgeschwind

Wie möcht‘ man sich je von Dir lösen

Wo Deine Augen so sanftmütig sind?


© Fabia Mortis

02.06.22





Illustration: Sonja Filitz (iStock)