»Poetry is the rhythmical creation of beauty in words.«  Edgar Allan Poe  

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  • Fabia Mortis

Das Gespenst

Les Fleurs du Mal



Bösen Engeln will ich gleichen, Fahlen Blicks mich zu dir schleichen, Gleiten an dein Lager sacht, Wie ein Schattenspuk der Nacht. Schenken dir zu tausend Malen Küsse kalt wie Mondesstrahlen, Wie die Schlange schlüpfrig feucht, Die um Gruft und Steine kreucht. Kommt der bleiche Tag daher, Ist die Stelle kalt und leer Bis die Abendnebel brauen. – Wenn es Andrer Kunst gelingt, Dass dich Zärtlichkeit bezwingt, Will ich Herr sein durch das Grauen.


Charles Baudelaire

(1821 – 1867)






Illustration: Pixabay